„Every day has its moment, every mood its radiance.“

„Uncompromising, trendsetting“
Over many years, Miranda Konstantinidou has set more worldwide trends in fashion jewellery than any other designer. The graduate fashion illustrator and designer was born in Thessaloniki (Greece), grew up in Germany and studied in Bologna (Italy) and Trier (Germany). In 1986, she founded the designer brand KONPLOTT / Miranda Konstantinidou, which she still runs with great enthusiasm today. “It is my aim to ornament every woman in every situation,” says Konstantinidou, who rejects thinking in terms of target groups or ideals of beauty; instead, she strives in her work to highlight every woman’s individual beauty. Her maxim is to “create jewellery which is free of material limitations,” and the resulting joyfully unusual combinations of colours and materials as well as the idiosyncratic production methods have time and again caused worldwide furore for nearly twenty years.
There are now KONPLOTT / Miranda Konstantinidou stores in many world-class cities such as Peking, Paris, Madrid and Berlin, and countless film and television productions and international galas have been adorned with her jewellery. As ever, all KONPLOTT jewellery is carefully handmade according to Miranda Konstantinidou’s designs and produced in exclusive series in small quantities.
KONPLOTT / Miranda Konstantinidou: The Brand
all jewelryEin Begriff, der tausend Bilder in uns weckt: Bilder von schwer bepackten Kamelkarawanen, die die unermesslichen Weiten Zentralasiens durchschreiten; Bilder von Kaufleuten, die unter unglaublichen Strapazen feinste Stoffe und exotische Gewürze aus China nach Europa transportieren; Bilder von Oasen im Wüstensand und von buddhistischen Klöstern, von schneebedeckten Pässen und orientalischen Basaren, von den wundersamen Reisen der Brüder Polo und von den wilden Reiterhorden eines Dschingis Khan. (Francis Wood: Entlang der Seidenstraße - Mythos und Geschichte)
Es gibt nur sehr wenige Reisende, die in Antike und Mittelalter die so genannte Seidenstraße, die älteste und wohl auch berühmteste Handelsstraße der Welt, auf ihrer gesamten Länge befahren, vielmehr bewandert haben. Darunter die jesuitischen Missionare, die bis ans östliche Ende der Welt reisten, um den christlichen Glauben zu verbreiten und dabei selbst durch ihre hinterlassenen Niederschriften zum Medium asiatischen Gedankenguts geworden sind. Der Begriff 'Seidenstraße' allein ist bereits bezeichnend für unsere Verklärung des Orients, mit der wir in Europa die Sehnsucht nach Exotik und Ferne in einem einzelnen Wort ausdrücken. "Der romantische Begriff 'Seidenstraße' wurde allerdings erst im Jahr 1877 von dem deutschen Forscher und Geograghen Baron Ferdinand von Richthofen geprägt." Die Chinesen hatten ab dem ersten nachchristlichen Jahrhundert bis heute überlieferte Bezeichnungen für die diversen Teilstücke der Seidenstraße, auf denen die Handelswaren immer nur abschnittweise von verschiedenen Handelsagenten transportiert wurden. Sie gingen durch viele Hände, bis sie auf den Märkten Europas angeboten werden konnten.
Obwohl die Seide selbst eigentlich weiter südlich hergestellt wurde, beginnt die Seidenstraße im chinesischen Xi'an, das lange Zeit die Hauptstadt des Chinesischen Reiches war. Bereits in der Antike begann ein großer Transfer chinesischer Seide nach Rom. Oasen sind meist die Stützpunkte, an denen die Karawanen halten, um Proviant aufzunehmen, einige bekamen durch den florierenden Handel stattliche Ausmaße, z. B.: Dunhuang, das eines der buddhistischen Zentren des alten China wurde, da dieses Stück der Seidenstraße häufig von Pilgern auf dem Weg nach Indien genutzt wurde. Aber über weite Strecken durchquert die Seidenstraße unwirtliche Gebiete wie Berge (u.a.: Pamir, Hindukusch, Karakorum) und Wüsten (z.B.: Taklamakan, Lop Nor und Gobi) auf beschwerlichen Pfaden mit natürlichen Barrieren und extremen Klimazonen. Damit bedeutet eine Reise auf der Seidenstraße große Entbehrungen für Mensch und Tier. Zusätzlich schwebte man in steter Gefahr vor Überfällen durch Banditenbanden, die den Zusammenschluß zu schützenden Karawanengruppen für die Händler notwendig machten.
Eine Route nördlich des Pamir-Gebirges führt nach Samarkand und Buchara, die südlich des Pamir verlaufende Route führt über die Städte Balch und Merw zu mehreren Handelswegen in den Mittelmeerraum und über Bagdad und Damaskus oder Antiochia bis nach Kostantinopel (Istanbul) oder nach Trapezunt ans Schwarze Meer. Mit der Seide gelangten auch andere rare Güter in den "fernen Westen": Jade, Moschus, Rubine, Diamanten, Perlen und Rhabarberwurzeln, die als Medizin (Abführmittel) genutzt wurden.
In der Antike schuf Alexander der Große ein riesiges Weltreich vom spanischen Gibraltar bis zum nordindischen Pandschab. Dazu bereiste er auf weiten Stücken die Seidenstraße von Baktrien bis Indien und Pakistan und förderte in diesem Bereich den Handel. Durch die starke Frequentierung weisten die Gebiete entlang der Seidenstraße bald eine ungewöhnliche ethnische Vielfalt auf. Die Seidenstraße kann so bereits als prae-moderner 'Meltin'pot of People' verstanden werden.
Im 1. Jh. n. Chr. berichtet Plinius in seiner 'Naturgeschichte' von den "Seres", den Chinesen, die ihren Namen der Seidenproduktion verdanken. Daher stammt auch "Sina", später "China" als Landesbezeichnung. "China" und "Seide" sind somit in ihrem etymologischen Ursprung synonym. Aber die westlichen Geographen waren sich lange Zeit nicht so recht einig, wo dieses China auf der Weltkarte anzusiedeln sei. Ab dem Mittelalter erfahren wir von einer steigenden Anzahl Europäer, die sich aus den verschiedensten Motiven auf den weiten Weg in den sagenumwobenen Orient begeben. Einer der ersten, die uns eine schriftliche Quelle hinterlassen, ist Wilhelm von Rubruk, der als päpstlicher Abgesannter in der Mitte des 13. Jh.s nach Karakorum reiste. Einige Zeit später folgen ihm die berühmten Brüder Polo, von denen Marco Polo wohl den in Europa meist verbreiteten und auch am meisten bezweifelten Reisebericht verfaßt hat. Als "Il Millione", auf die unterstellten Übertreibungen seiner Geschichte anspielend, betitelte nicht nur das italienische Volk sein Werk, weil man ihn als Wunderwucherer empfand.
Noch heute werden berechtigte Zweifel an der Lektüre laut, doch man unterschätzt an diesem Punkt das mittelalterliche Verständnis von Geschichte allgemein. Die Grenze zwischen Geschichte und Geschichten ist dabei meist fließend. Das beste Beispiel liefert bereits das Buch der Bücher, die Bibel. Es ist also kein Phänomen, wenn man Phantasie-Völker wie das der Amazonen im fernen Osten verortete und sie in mittelalterliche Weltkarten und Reiseberichte mit durchaus empirischem Anspruch integrierte. (Z.B.: So geschehen bei dem spanischen Gesandten Rui Gonzales de Clavijo, der den Mongolenfürsten Timur Lan zu Beginn des 15. Jh. auf Wunsch des Königs von Kastilien in Samarkand besuchte.) Auf den mittelalterlichen Weltkarten sehen wir am äußerst östlichen Erdrand, gleich neben dem irdischen Paradies eingezeichnet, diverse Fabelwesen, darunter auch Menschen mit Hundeköpfen. Weil man die Sprachen dieser Völker in der Fremde nicht verstand, klangen sie im Ohr der Europäer wie Hundegebell, also hat man den so genannten 'Erdrandbewohnern' eine Schnauze gezeichnet.Der Orient bleibt für uns rätselhaft und magisch geladen. Die Märchen aus 1001 Nacht beflügeln nicht nur Kinderträume. Aus dem Osten kommt das Licht der Sonne, dort entstand das menschliche Leben, daraus brachte man die religiöse Erleuchtung, den Luxus und sehr oft auch Fortschritt in Technik, Kultur und Wissenschaft nach Mittel- und Westeuropa. China ist das einzige Land, das auf eine historische Kontinuität von mehreren Jahrtausenden zurückblickt und sich der Welt mit diesem kulturellen Selbstbewußtsein gerade heute wieder präsentiert. Die Seidenstraße wird dabei zur Projektionsfläche romantischer Clichés und entführen uns an die Orte und in die Zeit, wo der interkulturelle Austausch zwischen Orient und Occident seinen "First Contact" erlebt hat.



